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Rømø
wird 1190 das erste Mal schriftlich erwähnt. Die Insel gehörte dem
Sankt Knud Kloster in
Odense. 1229
wird die jütische Insel im
Erdbuch König
Waldemars als Krongut geführt. Der Insel übergeordnet war der
Ellumssyssel.
Nach 1290 erwarb das Kloster in Ribe Land auf Rømø und gewann
nachfolgend an Einfluss.
Bis 1864
war der Südteil der Insel (Sønderlandet) eine
Königliche Enklave
und gehörte zum
Königreich Dänemark.
Der Nordteil der Insel (Nørrelandet) unterstand dem
Schleswigschen Herzog.
In
Østerby sind noch Reste des sogenannten Borrebjergs zu sehen. Der
Borrebjerg war wahrscheinlich eine
Burganlage aus
der Mitte des
14. Jahrhunderts.
Die Funktion der Burg ist noch nicht abschließend geklärt. Eventuell
war sie gebaut für die Verteidigung der Insel. Die Burg befand sich
direkt am Meer.
Im 16.
Jahrhundert war die Insel eine bedeutende Seefahrerinsel. Die Insel
übernahm dabei zeitweise die Funktion des Hochseehafen für das Nahe
Ribe, dessen
Hafen für große Schiffe nicht mehr zu passieren war.
Ein
Einschnitt in der Geschichte der Insel war der
Dreißigjährige Krieg,
in dessen Verlauf auch Jütland und Rømø von kaiserlichen Heeren
besetzt wurde. Auch die große
Burchardiflut
1634 sucht die Insel heim.
Im 17.
und 18. Jahrhundert brachte der
Walfang großen
Reichtum auf die Insel. In der Blütezeit des Walfang stellte Rømø bis
zu 40 Kommandeure. Ähnlich wie auf den friesisch besiedelten Inseln
wurde zum Abschied der Walfängerschiffe jedes Jahr am 21. Februar am
Strand ein großes Feuer angezündet. Pers Awten (Vorabend des
Petertages) ist im südlich der Insel gelegenen Nordfriesland auch als
Biikebrennen
bekannt.
Zwischen
dem
Deutsch-Dänischen Krieg
1864 und der
Volksabstimmung
1920 gehörte Rømø als Teil des
Kreises Tondern
zu
Schleswig-Holstein.
Heute gehört die Insel zum
Sønderjyllands Amt
(Nordschleswig).
Neben
dem
Hochdänischen
wird auf der Insel auch
Deutsch
gesprochen. Die meisten Inselbewohner sprechen den regionalen
südjütischen
Dialekt (Rømømål).
Bis zum
Zweiten Weltkrieg
gab es auf Rømø keinen nennenswerten Baumbestand. Steine mussten vom
Festland teuer
eingekauft und per Schiff auf die Insel gebracht werden. Darum wurde
im
18. Jahrhundert
teilweise mit ganz anderen und ungewöhnlichen Rohstoffen gebaut: In
dem kleinen Dorf Juvre im Norden der Insel kann man noch heute den
Rest eines Zaun aus Walunterkieferknochen aus dem Jahr
1772 bewundern.
Der Walknochenzaun wurde
1977 unter
Denkmalschutz gestellt und ist der einzige erhaltene Fischbeinzaun auf
den dänischen und nordfriesischen Wattenmeerinseln.
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